Java-Programme übersetzen und laufenlassen

Ein Schnelldurchlauf

  1. Anders als bei DrScheme wird für die Eingabe von Java-Programmen ein separates Programm benutzt, nämlich XEmacs. XEmacs ist ein mächtiger Texteditor für die Eingabe und Bearbeitung beliebiger Texte. XEmacs bietet dabei spezielle Unterstützung für die Eingabe von Java-Programmen an. (Im Prinzip könnte auch DrScheme für die Eingabe verwendet werden.)

    XEmacs wird durch die Eingabe von xemacs in einem XTerm oder aber durch Anwahl von Applications -> Editors -> xemacs im Startmenü gestartet.

    Die Eingabe und Bearbeitung von Texten funktioniert im Prinzip wie bei anderen ähnlichen Programmen auch. Ein Tutorial führt durch die Benutzung des Editors nach Eingabe von C-h t bzw. Strg-h t. Ein deutschsprachiges Tutorial wird durch Eingabe von C-u C-h t German erreicht.

  2. Bei der Bearbeitung von Dateien mit der Endung .java schaltet XEmacs in einen speziellen Modus, der Java-Programme farbig anzeigt und spezielle Bearbeitungsfunktionen bietet. Die Spezialfunktionen finden sich im Java-Menü, sind aber für den Anfang nicht wichtig. Der Java-Modus im XEmacs heißt JDE und ist hier ausführlich dokumentiert.
  3. Java-Programme können nicht, wie in DrScheme, direkt gestartet werden. Stattdessen muß ein Java-Programm stückweise in Dateien geschrieben werden, von dort compiliert werden und können erst dann gestartet werden. Die Compilation prüft das Programm auf syntaktische Fehler und übersetzt es dann in den Code einer speziellen Maschine.
  4. Die Definition einer public-Klasse X muß in eine Datei X.java geschrieben werden. Compiliert wird eine solche Datei in einem XTerm durch die Eingabe von

    javac X.java

    Glücklicherweise läßt sich diese Aufgabe für die momentane Datei im XEmacs auch menügesteuert durch JDE -> Compile erledigen. Im XEmacs erscheint dann ein weiteres Fenster, in dem der Compilierungsprozeß abläuft und ggf. Fehlermeldungen angezeigt werden.

    Die Compilierung von Java-Programmen kann zeitaufwendig sein. Der Fortschritt läßt sich durch einen Blick auf die Statuszeile des Programms werfen: dort erscheint das Wort Compiling, während sie läuft.

  5. Falls während der Compilierung Fehler auftreten, werden Meldungen im Compilierungsfenster angezeigt. Durch einen Klick mit der mittleren Maustaste auf eine solche Meldung springt XEmacs an die entsprechende Stelle im Programm.

  6. Gestartet wird ein bereits compiliertes Java-Programm in einem XTerm durch Eingabe von java X Glücklicherweise läßt sich diese Aufgabe für die momentane Datei im XEmacs auch menügesteuert durch JDE -> Run App erledigen
  7. Damit sich ein Java-Programm X starten läßt, muß seine Klasse eine Art Spezialmethode enthalten, die beim Start des Programms aufgerufen wird. Diese muß die Form public static void main(String [] args) { ... } (Was diese Deklaration bedeutet, ist ziemlich obskur und in diesem Zusammenhang noch nicht wichtig.)

Michael Sperber [Mr. Preprocessor]
Last modified: Mon Jun 26 14:04:17 MST 2000