Objective Caml ist am einfachsten unter XEmacs zu betreiben.
Im Pool
genügt es, XEmacs regulär (via xemacs von der
Kommandozeile oder vom Start-Menü aus) zu starten. Alle Dateien
mit den Endungen .ml oder .mli werden
automatisch in einen speziellen O'Caml-Modus versetzt, der auch
ein Caml-Menü besitzt. Von dort läßt sich Code
automatisch einrücken, und die häufigsten Caml-Ausdrucksformen
lassen sich automatisch als Schablone einfügen.
Der Menüpunkt Caml -> Start subshell öffnet ein
XEmacs-Fenster, in dem eine Caml-REPL läuft. Der Vorteil
gegenüber einer REPL, die etwa in einem xterm läuft ist, daß sich
die eingegebenen Zeilen editieren lassen, und daß sich früher
eingegebene Zeilen (via M-p und M-n)
zurückholen lassen.
Für den Betrieb von O'Caml im XEmacs zu Hause ist es notwendig,
die Dateien aus dem emacs-Verzeichnis der
O'Caml-Distribution an eine für XEmacs zugängliche Stelle zu
kopieren. Dazu das Verzeichnis xemacs-packages der
XEmacs-Installation finden und daneben ein Verzeichnis
site-packages zu erzeugen. Die Situation sieht
dann so aus:
.../lib/xemacs/xemacs-packages .../lib/xemacs/site-packages
Dann innerhalb von site-packages ein
Unterverzeichnis lisp und darin ein
Unterverzeichnis ocaml-mode einrichten, etwa
so:
.../lib/xemacs/site-packages/ocaml-mode
In dieses Verzeichnis die Dateien mit der Endung
.el aus dem emacs-Verzeichnis der
O'Caml-Distribution kopieren. Außerdem noch die Datei auto-autoloads.el ebenfalls in
dieses Verzeichnis kopieren.
Jetzt ggf. XEmacs neu starten und (hoffentlich) presto!